19. Oktober 2025, Korntal-Münchingen – Männer Bezirksklasse Gruppe 1
Ein Sieg ist ein Sieg – das steht außer Frage. Aber die Art und Weise, wie man heute gegen den TSV Bönnigheim zu diesem 26:24-Heimerfolg gekommen ist, lässt das Trainerduo Gattkowski/Huck mit gemischten Gefühlen zurück. Das Team hat sich gegen einen im Schnitt deutlich älteren Gegner mit nur wenigen Auswechselspielern viel zu schwergetan.
Der Spielbeginn machte bereits deutlich, dass es heute kein leichtes Spiel werden würde. In den ersten sechs Minuten gelang keinem der beiden Teams ein Treffer – eine Phase, die symptomatisch für die eigene Verunsicherung war. Nach 15 Minuten führte man zwar knapp mit 6:5, doch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit verlor die Mannschaft den Faden. Zur Pause lag man somit mit 13:14 zurück – gegen einen Gegner, gegen den man eigentlich dominanter hätte auftreten müssen.
Das Fehlen von Samir Moric, der sich im letzten Spiel eine Rippenprellung zugezogen hatte, machte sich besonders in der Defensive bemerkbar. Nicht nur ein wichtiger Stabilisator in der Abwehr, sondern auch ein Spieler, der mit Kampfgeist vorangeht. Diese Qualitäten haben heute gefehlt, und man merkte deutlich, dass die Defensive nicht so kompakt und sicher stand wie in den ersten beiden Spielen der Saison.
Hinzu kam, dass man den erfahrenen Bönnigheimer Akteuren mit zu viel Respekt begegnete. Eine gestandene dritte Mannschaft mit routinierten Spielern, die körperlich präsent war und clever ihre wenigen Wechselmöglichkeiten nutzte, brachte die Mannschaft immer wieder in Schwierigkeiten. Man ließ sich zu sehr auf deren Spiel ein, anstatt die eigenen Stärken – Tempo, Beweglichkeit, Kaderdichte – konsequent auszuspielen.
Das Spiel blieb bis in die Schlussminuten spannend, und ehrlich gesagt war es am Ende auch ein Stück weit Glück, dass man mit 26:24 als Sieger vom Platz ging. Julian Duder überragte mit 10 Toren und zeigte, dass er in schwierigen Phasen Verantwortung übernehmen kann. Auch Robin Kaiser und Max Pfeifle mit jeweils 4 Treffern trugen wichtige Akzente bei. Doch als Mannschaft wurde heute nicht das abgerufen, was das Trainergespann sich nach der Niederlage in Schozach-Bottwartal erhofft hatte.
Positiv ist, dass das Team in den entscheidenden Momenten die Nerven behielt und das Spiel zu den eigenen Gunsten drehte. Das zeigt Moral und Kampfgeist – Eigenschaften, die am Ende oft den Unterschied ausmachen. Mit 7 Siebenmetern, drei Verwarnungen und 5 Hinausstellungen blieb das Spiel weitgehend fair, auch wenn es durchaus intensiv zur Sache ging.
Dennoch muss man die Dinge beim Namen nennen: Gegen einen Gegner mit diesen Voraussetzungen – durchschnittlich deutlich älter, wenig Wechselmöglichkeiten, bereits drei Niederlagen in Folge – hätte man souveräner auftreten und das Spiel früher entscheiden müssen. Dass die Mannschaft sich so schwer tat, liegt auch daran, dass man in der Defensive noch nicht die Stabilität gefunden hat, die es braucht.
Im Training gilt es nun daran zu arbeiten, dass wir das Team auch ohne einzelne Schlüsselspieler defensiv kompakt steht und nicht so anfällig wird. Gleichzeitig gilt es, gegen erfahrene Mannschaften selbstbewusster aufzutreten und die eigenen läuferischen und athletischen Vorteile konsequenter auszunutzen.
Am kommenden Freitag, den 25. Oktober um 18:00 Uhr, geht es auswärts zum TV Bad Rappenau. Dort wird man eine deutlich verbesserte Leistung zeigen müssen, um erfolgreich zu sein. Die drei Punkte heute nimmt man mit, aber hier ist noch viel Luft nach oben.
Ein Dankeschön an die 30 Zuschauer, die uns heute unterstützt haben. Wir werden alles daransetzen, beim nächsten Heimspiel eine überzeugendere Vorstellung zu liefern.

