Spielbericht Herren 1: SG Schozach-Bottwartal 3 – TSV Korntal 22:17 (9:6)

12. Oktober 2025, Beilstein – Männer Bezirksklasse Gruppe 1

Nach zwei erfolgreichen Spielen zum Saisonstart musste man heute im zweiten Auswärtsspiel und dritten Spiel der jungen Saison einen Dämpfer hinnehmen. Die 17:22-Niederlage in Beilstein ist das Ergebnis einer Leistung, an die man leider nicht an die vorangegangenen Auftritte anknüpfen konnte.

Von Beginn an lief es nicht rund. Die SG Schozach-Bottwartal begann in der Defensive mit einer 5:1-Deckung, und genau hier offenbarten sich die Probleme. Man ließ sich von diesem taktischen Mittel regelrecht einschüchtern und fand bis auf die letzten 10 Minuten keine adäquate Lösung. Nach 15 Minuten stand es bereits 6:3 für die Heimmannschaft – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Mannschaft im Angriff viel zu harmlos agierte.

Zur Halbzeit lag man mit 9:6 zurück. In zwei Auszeiten in der ersten Halbzeit und in der Kabine sprach man über notwendige Anpassungen, über Geduld im Aufbau und über das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, doch die zweite Hälfte begann noch schlechter: Die SG Schozach-Bottwartal setzte sich in der Mitte des Spiels mit einer beeindruckenden Serie von 6 aufeinanderfolgenden Toren ab. Erst Julian Duder konnte diesen Lauf in der 22. Minute mit seinem Treffer zum 13:7 durchbrechen – doch da war das Spiel bereits in eine kritische Richtung gekippt.

Mit einem Rückstand von 8 Toren zu Beginn des letzten Viertels war die Partie faktisch entschieden. Dass die Mannschaft in den letzten 10 Minuten noch einmal kämpfte und zurückkam, war ein positives Zeichen für die Mentalität des Teams, konnte aber die schwache Gesamtleistung nicht mehr kaschieren.

Unser Angriff war heute das Hauptproblem. Zu statisch, zu vorhersehbar und ohne Mittel gegen die disziplinierte 5:1-Deckung des Gegners. Vier Spieler mit jeweils 3 Toren – Julian Duder, Robin Kaiser, Samir Moric und Hendrik Schwarz – zeigen zwar eine gewisse Ausgewogenheit, aber insgesamt fehlte es an Durchschlagskraft und Kreativität. Nur 17 Tore in einem Spiel sind für unsere Ansprüche deutlich zu wenig.

Das ist bitter, aber auch lehrreich.  In den ersten beiden Spielen zeigte man, wozu man in der Lage ist. Heute hat man aber gesehen, dass es gilt sich gegen variable Defensivkonzepte besser zu wappnen. Die 5:1-Deckung wird nicht die letzte gewesen sein, die der Mannschaft in dieser Saison begegnen wird. Im Training muss daran gearbeitet werden, flexibler zu reagieren und verschiedene Lösungen parat zu haben.

Positiv hervorzuheben ist, dass das Spiel weitgehend fair blieb. Mit 7 Siebenmetern, einer Verwarnung und 5 Hinausstellungen hielt sich die Härte in Grenzen – das zeigt, dass beide Teams trotz der Intensität respektvoll miteinander umgingen.

Diese Niederlage ist ein Weckruf. Nach zwei Siegen war man vielleicht einen Tick zu selbstsicher. Jetzt gilt es, die richtigen Schlüsse zu ziehen und gestärkt zurückzukommen. Am nächsten Sonntag um 17:00 Uhr hat man die Chance zur Wiedergutmachung – zu Hause gegen den TSV Bönnigheim 3. Vor heimischem Publikum will das Team zeigen, dass es aus dieser Niederlage gelernt hat.

Die Saison ist lang, und Rückschläge gehören dazu. Entscheidend ist, wie wir darauf reagieren. Ich bin überzeugt, dass diese Mannschaft die Qualität und den Charakter hat, um sich davon nicht aus der Bahn werfen zu lassen.

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