25. Januar 2026, Weinsberg – Männer Bezirksklasse Gruppe 1
Diese 29:31-Niederlage in Weinsberg schmerzt – nicht nur sportlich, sondern vor allem wegen der Umstände, unter denen sie zustande kam. Man musste heute auf wichtige Stützen verzichten und hat am Ende auch noch einen weiteren Leistungsträger für voraussichtlich den Rest der Runde verloren.
Bereits vor dem Spiel war klar, dass man ohne Rückraumshooter Julian Duder und Abwehrchef und Kreisläufer Max Pfeifle antreten musste. Beide fehlen weiterhin verletzungs- und krankheitsbedingt, und gerade Julians 13 Tore aus dem letzten Spiel gegen Mosbach zeigen, welche Lücke er hinterlässt. Dennoch hatte man sich vorgenommen, diese Ausfälle zu kompensieren und kämpferisch dagegenzuhalten.
Das Spiel begann ausgeglichen. Nach 15 Minuten stand es 6:6, und man hielt gut mit. Zur Halbzeit lag man nur mit 13:15 zurück – ein Rückstand, der absolut aufholbar war. Die erste Hälfte zeigte, dass man trotz der Ausfälle konkurrenzfähig war und dem spielerisch starken Gegner, der den Unterbau für die Regional- und Landesligamannschaft bildet, auf Augenhöhe begegnete.
Doch dann kam der Schock in der Mitte der zweiten Halbzeit: Hendrik Schwarz, Halbrechts und einer der konstantesten Spieler in dieser Saison, verletzte sich an der Schulter und musste vom Feld. Nach ersten Einschätzungen wird Hendrik wahrscheinlich den Rest der Runde fehlen. Das ist ein herber Verlust, der sportlich und emotional trifft. Gute Besserung, Hendrik – man hofft, dass die Verletzung nicht so schwer ist, wie es zunächst aussieht.
Mit diesem Ausfall fehlte in den entscheidenden Minuten nicht nur ein wichtiger Torschütze, sondern auch ein Stabilisator im Angriff. Trotzdem kämpfte die Mannschaft bis zum Schluss. Das Spiel blieb bis in die Schlussminuten spannend, und am Ende fehlten nur zwei Tore zum Punktgewinn.
Samir Moric übernahm mit 9 Toren die Verantwortung und zeigte vor allen Dingen von der Siebenmeter-Linie eine gute Leistung. Robin Kaiser und Helge Lindenzweig steuerten jeweils 5 Treffer bei, und auch David Hieber und Hendrik Schwarz (vor seiner Verletzung) trugen mit je 3 Toren zum Ergebnis bei. Doch gegen einen Gegner wie Weinsberg, bei dem Jonathan von Zwehl allein 12 Tore erzielte, war es am Ende nicht genug.
Mit 11 Siebenmetern, 4 Verwarnungen und 4 Hinausstellungen war es ein intensives Spiel, das aber insgesamt fair blieb. Beide Mannschaften kämpften bis zum Schluss, und der TSV 1866 Weinsberg hat sich diesen Sieg verdient.
Die Situation ist jetzt ernst. Ohne Julian Duder, Max Pfeifle und nun auch voraussichtlich ohne Hendrik Schwarz für den Rest der Runde steht man vor großen Herausforderungen. Drei Schlüsselspieler fehlen – das sind nicht nur sportliche Ausfälle, sondern auch wichtige Persönlichkeiten in der Mannschaft. Man muss jetzt als Team noch enger zusammenrücken und zeigen, dass man auch in schwierigen Zeiten bestehen kann.
Am 1. Februar um 18:00 Uhr empfängt man zu Hause die SG Schozach-Bottwartal – genau den Gegner, gegen den man im Hinspiel mit 17:22 verloren hat, weil man keine Lösung gegen die 5:1-Deckung fand. Jetzt hat man die Chance zur Revanche, allerdings unter noch schwierigeren Vorzeichen. Man wird jeden Spieler im Kader brauchen, und jeder muss bereit sein, über seine Grenzen zu gehen.
Die Tabellenführung ist zwar noch nicht in Gefahr, aber man muss aufpassen, dass man sich nicht in eine Negativspirale begibt. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie viel Charakter in dieser Mannschaft steckt.
Ein Dankeschön an alle Spieler für den kämpferischen Einsatz heute. Die Niederlage tut weh, aber der Kampfgeist war da. Jetzt gilt es, die Reihen zu schließen und gemeinsam durch diese schwierige Phase zu kommen.

