25. Oktober 2025, Bad Rappenau – Männer Bezirksklasse Gruppe 1
Die 27:32-Niederlage in Bad Rappenau ist bitter, aber letztlich auch das Resultat von Rahmenbedingungen, mit denen wir heute nicht umgehen konnten. In der Halle des TV Bad Rappenau wird ohne Harz gespielt – eine Bedingung, die der Mannschaft deutlich mehr zu schaffen gemacht hat, als das Trainer-Team sich das im Vorfeld erhofft hatte.
Dabei begann das Spiel vielversprechend. Nach 15 Minuten führe man mit 9:6 und zeigte in dieser Phase guten Handball. Doch je länger das Spiel dauerte, desto mehr machte sich bemerkbar, dass viele der Spieler mit dem harzfreien Ball einfach nicht klarkamen. Zur Halbzeit hatte man den Vorsprung bereits verspielt und lag mit 13:14 knapp hinten.
In der zweiten Halbzeit wurde es noch deutlicher: Während der TV Bad Rappenau an die harzfreien Bedingungen gewöhnt war und souverän damit umging, hatten die Korntäler im Angriff massive Probleme. Die Pässe wurden unpräzise, Würfe gerieten unsauber, und technische Fehler häuften sich. Von 27 Toren waren allein 13 auf das Konto von Robin Kaiser gegangen – fast die Hälfte der gesamten Mannschaftstore. Das zeigt einerseits seine starke Leistung und Kampfbereitschaft, andererseits aber auch, wie sehr der Rest der Mannschaft mit den Bedingungen zu kämpfen hatte.
Nur Max Pfeifle konnte mit 5 Toren noch eine nennenswerte Ausbeute vorweisen. Alle anderen Akteure – selbst erfahrene Spieler wie Julian Duder, Hendrik Schwarz oder Maxi Gierl – blieben weit unter ihren Möglichkeiten und konnten ihre Wurfqualitäten nicht abrufen. Dies soll keine Ausrede sein, sondern eine nüchterne Feststellung: Man war auf diese Spielbedingungen nicht vorbereitet und konnte im entscheidenden Moment nicht darauf reagieren.
Der TV Bad Rappenau nutzte diese Probleme eiskalt aus. Ab der Mitte der zweiten Halbzeit setzten sie sich mit 2 Toren ab, und bis zum Abpfiff erhöhten sie den Abstand auf 5 Tore. Mit 8 verschiedenen Torschützen zeigten sie, dass sie als Mannschaft funktionierten, während der TSV zu sehr auf einen einzelnen Spieler angewiesen war.
Das Spiel war intensiv und mit 9 Hinausstellungen (4 gegen uns, 5 gegen Bad Rappenau) auch durchaus hart umkämpft, blieb aber insgesamt fair. Drei Verwarnungen und 4 Siebenmeter zeigen, dass beide Teams mit vollem Einsatz bei der Sache waren.
Was nimmt man aus diesem Spiel mit? Erstens: Die Mannschaft muss sich auf unterschiedliche Spielbedingungen besser einstellen. Dass eine Halle ohne Harz so sehr das Konzept durcheinanderbringt, darf nicht passieren. Zweitens: Mehr Flexibilität im Angriff, um dann auch wieder die solide Deckungsarbeit besser ausspielen zu können. Drittens: Mental stärker werden und sich nicht von widrigen Umständen aus der Ruhe bringen lassen.
Nach einem guten Start in die Saison hat man nun zwei der letzten drei Spiele verloren. Das ist ein Weckruf, dass man noch nicht da ist, wo man hinwill. Die Integration der neuen Spieler schreitet voran, aber in solchen Spielen zeigt sich, dass man als Mannschaft noch stabiler werden muss – gerade dann, wenn die Rahmenbedingungen nicht ideal sind.
Übernächsten Sonntag um 18:00 Uhr geht es zu Hause gegen die SG Heuchelberg 2, die Möglichkeit zur Wiedergutmachung. In eigener Halle, mit den eigenen Bedingungen, will das Team wieder in die Erfolgsspur zurückfinden und zeigen, dass es aus dieser Niederlage gelernt hat.

